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Alles in
der Schwebe lassen, ist nicht immer eine gute Entscheidung.
Wer meint, als typischer Hopper zwischen Deutschland und
Spanien die Entscheidung, wo er im Alter kontinuierlich leben
möchte, - ohne aktuelle Konsequenzen in der Lebensgestaltung
-, aufschieben zu können, unterliegt häufig einem Irrtum.
Wer sich nämlich wirklich die Alternative des Verbleibens in
Spanien offen halten möchte, kommt an einer aktiven und
sprachlichen Integration in die spanische Gesellschaft nicht
vorbei.
Typischerweise ist man im Alter irgendwann auf die
Hilfestellung von Familie, Bekanntenkreis und sozialen
Einrichtungen angewiesen.
Dieses Umfeld in Spanien existiert aber nicht per se, sondern
muss erst aufgebaut, erschlossen werden.
Bewusst wird man sich dieser Situation oft, wenn man zeitweise
oder auf Dauer seine Fahrtauglichkeit eingebüsst hat oder die
Dienstleistungen des örtlichen Krankenhauses in Anspruch
nehmen muss.
Hatte man sich dann nicht beizeiten die notwendigen
Sprachkenntnisse angeeignet, wird es schwierig.
Wohnortwechsel nach Mallorca oder auf die Kanaren ist keine
Einbahnstrasse.
Dies gilt es sich zunächst vor Augen zu führen und sich mit
den realistischen Alternativen zu befassen, welche sich wie
folgt darstellen, namentlich, wenn gesundheitliche Probleme
auftreten:
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1. |
Rückkehr nach Deutschland
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2. |
Übersiedlung in eine seniorengerechte Anlage in Spanien
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3. |
Abhängigkeit von Familienangehörigen oder Bekannten in
Spanien
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Der
Verbleib auf einer abgelegenen Finca als Alternative scheidet
jedenfalls regelmässig aus, wenngleich sich so mancher
Deutsche angesichts zuvor vernachlässigten bewusster
Lebensplanung in diese Isolationsfalle begibt.
Treffen Sie eine bewusste Lebensplanung im Alter
Wer keine Entscheidung trifft, wird gemeinhin entschieden.
Oft wird dann das deutsche Konsulat auf isoliert lebende
Personen hingewiesen, welche ihre Lebenssituation nicht mehr
alleine bewältigen. Nicht selten haben dann schon scheinbar
hilfsbereite Zeitgenossen versucht, etwa durch private
Immobilienkaufverträge mit hälftigem Marktpreis, diese
Situation für sich auszunutzen. Kein seltener Fall in der
Anwaltspraxis: Wie kann man einen solchen Vertrag wieder
rückgängig machen ?
Findet sich in Deutschland kein aufnahmebereiter Angehöriger,
erfolgt vielleicht noch eine Rückführung in irgendein
deutsches Altersheim.
Mehr Angebote für Auslandsdeutsche im Bereich betreutes
Wohnen
Entsprechende Immobilienprojekte wurden in den letzten
Jahren in vielen spanischen Feriengebieten von Investoren
initiiert. Erkundigen Sie sich rechtzeitig, über das Internet
finden Sie viele Informationen. Aber auch in Deutschland hat
man auf das Marktsegment „Spanienrückkehrer“ reagiert. So
bewirbt beispielsweise die Seniorenanlage Villa Sibilla (
www.villasibilla.de ) in Bad Neuenahr dieses neue
Marktsegment, indem man systematisch die Kontakte nach
Spanien, etwa durch regelmässige Spanienreisen, für Heimkehrer
nach Deutschland aufrecht erhält. Auch bei der
Vermögensplanung spielt die rechtzeitige Lebensplanung eine
grosse Rolle
Hat sich die Lebensplanung betreffend des künftigen
Dauerwohnsitzes in eine bestimmte Richtung konkretisiert, gilt
es bei vorhandenem Spanieneigentum die Vermögensplanung,
konkret die Rechts- und Steuersituation, auf den Prüfstand zu
stellen.
Soll etwa nach Verkauf der Spanienimmobilie in Deutschland
wieder eine Hauptwohnsitzimmobilie erworben werden? Dann
könnte der Verkauf in Spanien von der Gewinnsteuer befreit
werden. Dies macht allerdings im Regelfall nur dann Sinn, wenn
in Deutschland für den Übergang auf die Folgegeneration
entsprechende Freibeträge zur Verfügung stehen.
Die Maxime: Rechtzeitig gut durchdachte Entscheidungen
treffen.
Günter Menth
Erbrechtsanwalt für Spanien und Deutschland
Tel.: 971 – 55 93 77
Fax: 971 – 55 93 68
e-mail:
info@erbrechtskanzlei-spanien.de
www.erbrechtskanzlei-spanien.de
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